Du vergisst keine Namen. Du vergisst den Zusammenhang.
Du erinnerst dich an Anna. Nur nicht mehr, wann ihr zuletzt gesprochen habt, worüber, und wer noch dabei war. Genau diese Lücke schließt Umfeld.
Anna triffst du auf einer Hochzeit wieder, drei Jahre nach dem letzten Mal. Ihr Gesicht erkennst du sofort, ihr Name fällt dir kurz danach auch ein. Was fehlt, ist der Rest: Wart ihr beim letzten Treffen noch per Sie? Ging es damals um ihren Jobwechsel, oder war das eine andere Freundin? War ihr Partner noch dabei, oder ist das inzwischen vorbei?
Das ist keine Vergesslichkeit im klassischen Sinn. Namen und Gesichter merkt sich das Gehirn erstaunlich zuverlässig. Zusammenhänge nicht, vor allem nicht über Jahre und über hunderte Menschen verteilt, und genau diese Lücke soll ein persönliches CRM schließen.
Interaktionen mit Datum und Notiz
Umfeld protokolliert nicht automatisch, wen du triffst, das wäre ein anderes Produkt. Was es tut: Du trägst eine Begegnung ein, mit Datum, mit einer kurzen Notiz, und mit allen, die dabei waren, nicht nur Anna, sondern auch Ben, der zufällig mit am Tisch saß. Das dauert zwanzig Sekunden, direkt nach dem Treffen oder am Abend danach, und landet beim Kontakt, der ohnehin schon aus deinen Google Kontakten synchronisiert ist.
Ein Eintrag
14. März, Hochzeit von Lea
Anna, Ben
„Anna hat gekündigt, startet im Mai bei einer Kanzlei in Hamburg. Ben kannte ich vorher nicht, kam über Anna.“
Mehrere Teilnehmer, ein Ereignis
Der Teil mit mehreren Teilnehmern wirkt unscheinbar, ändert aber einiges. Ben taucht jetzt nicht nur bei Anna auf, sondern hat eine eigene Interaktion, samt Kontext, wie ihr euch kennengelernt habt. Fragst du dich später, wer eigentlich Anna und Ben verbindet, kennt Umfeld die Antwort, weil beide am selben Ereignis hängen, an derselben Kante im Beziehungsgraphen.
Aus den einzelnen Einträgen baut sich mit der Zeit von selbst ein Zeitstrahl pro Kontakt: wann ihr euch das letzte Mal gesehen habt, wie oft, worüber. Daraus ergibt sich ein Health-Score, eine grobe Einschätzung, wie warm oder wie abgekühlt eine Verbindung gerade ist. Kein moralisches Urteil, eher eine Erinnerung, dass ein Hallo überfällig wäre.
Was heute noch manuell ist
Ehrlich gesagt: Umfeld erkennt Begegnungen aktuell nicht automatisch aus deinem Kalender. Du trägst sie selbst ein. Eine automatische Erkennung, direkt aus Kalendereinträgen, steht auf der Roadmap, ist aber noch nicht gebaut. Bis dahin bleibt der manuelle Eintrag der Weg, bewusst kurz gehalten, damit er sich nicht wie eine Pflichtübung anfühlt.
Warum das trotzdem reicht
Zwanzig Sekunden nach einem Treffen sind eine kleine Investition gegenüber dem, was sie zurückgeben: dass du beim nächsten Treffen mit Anna nicht bei null anfängst. Das ist der eigentliche Unterschied zu einem Adressbuch, das sich merkt, wer jemand ist, aber nicht, was zwischen euch passiert ist. Andere Tools wie Dex setzen auf Erinnerungen, die dich anstupsen. Umfeld setzt auf das, was tatsächlich besprochen wurde.
FAQ
Muss ich jede Begegnung eintragen?
Kann ich alte Begegnungen nachtragen?
Wie unterscheidet sich das von einem Kalender?
Fang an, deine Begegnungen festzuhalten.
Zwanzig Sekunden pro Treffen, damit du nie wieder bei null anfängst.